
Wissenschaft statt Märchenstunde
Soeben hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag zur Herabsetzung des Schutzstatus’ des Wolfes in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie vorgeschlagen.
Hierzu äußert sich die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Europafraktion, Jutta Paulus:
“Damit sollte Frau von der Leyens privater Rachefeldzug für ihr Pony Dolly endlich beendet sein. Es widerspricht faktenbasierter Politik, dass die Kommission den Schutzstatus des Wolfs ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlagen herabsetzen will. Diese Entscheidung schadet zudem den wirtschaftlichen Interessen von Waldbesitzer*innen, ohne die Probleme der Weidetierhalter*innen zu lösen.
Schon heute beklagt die Forstwirtschaft, dass die hohen Bestände von Reh-, Rot-, Dam-, oder Muffelwild zu hohen Vegetationsschäden führen. Eine Verringerung der Wolfsbestände würde die wirtschaftliche Situation von Waldbesitzer*innen weiter verschlechtern.
Es ist wichtig, die Interessen aller Beteiligten zusammenzudenken. Zur Befriedung der Debatte wäre es viel sinnvoller, den Weidetierhalter*innen mehr Unterstützung bei Rissen sowie bei Installation und Instandhaltung von Elektrozäunen zuzusichern.”